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Illusionen vom guten Leben

Hallo, ihr Lieben. Ich muss es jetzt einfach sagen: Ich komme mit dieser beschissenen Situation einfach nicht klar! Ich hasse es, irgendwo putzen zu müssen. Ich hasse es, in dieser dummen , kleinen Dreckswohnung zu sitzen. Und ich hasse es, dass ich dadurch immer deprimierter werde und darunter leidet natürlich unsere ganze Beziehung. Meinem Mann geht es nämlich auch nicht unbedingt gut. Aber statt uns ge0genseitig zu unterstützen sind wir beide mittlerweile so geschwächt und angeschlagen, dass wir uns eher runter ziehen. Das ist echt genau der falsche Weg, aber wer soll bitte mit so einem Leben glücklich sein? Ich hasse es. Ich habe echt schon darüber nachgedacht, einfach abzuhauen. Na ja, bis nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall noch warten. Dann soll der Prozess gewonnen sein! Das ist eine Hoffnung, die mich am Leben hält. Außerdem will ich ja meinen Mann nicht verlassen. Im Grunde genommen liebe ich ihn immer noch, das vergesse ich nur manchmal.

Deshalb will ich ihm zu Weihnachten ein ganz besonderes Geschenk machen. Ich will, dass er sich wieder etwas mehr wie ein erfolgreicher Geschäftsmann fühlt und deshalb will ich ihm einen Laptop schenken. Ich habe schon nach "Notebook gebraucht" gegooglet und einige interessante Ergebnisse gefunden. Ich bin mir nur nicht sicher, ob ein bereits Benutztes seinen Zweck so ganz erfüllt, aber schließlich kann ich das Geld, das wir hart verdienen müssen, nicht einfach für so was raus schmeissen. Immerhin dient das Notebook nur da zu, ihm die Illusion seines ehemaligen Lebens zu geben und ihn vielleicht wieder zu motivieren. Dann gewinnen wir den Prozess und alles wird wieder wie früher...

4.11.11 11:50


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Kinder? Nie!

Wir wollten mit meinem Mann nie Kinder haben, weil wir dachten, dass wir für sie keine Zeit haben, weil er ja so viel gearbeitet hat und ich ihm ja immer unter die Arme gegriffen habe. Nun ist die biologische Uhr schon so weit runter getickt, dass ich kaum noch glaube, dass wir uns den Kinderwunsch erfüllen werden. Besonders deswegen, weil es die finanzielle Situation einfach nicht zulässt. Man möchte seinem Kind auch etwas bieten. Mein Mann arbeitet derzeit wieder hart, damit er sein Geschäft nach oben bringen kann. Er versucht alte Kunden von damals an Land zu ziehen, aber ohne Geld funktioniert halt nicht unbedingt viel. Es läuft jetzt nur noch über Vorauszahlung. Denn den Fehler, den wir damals gemacht haben, machen wir sicher nicht nochmal und sind nicht mehr so naiv wie damals. Das kann ja, wie wir gesehen haben, in die Hose gehen. Erstmal ist es wichtig, Vertrauen zu den Kunden aufzubauen, damit sie auch wissen, dass wir wieder auf dem Markt sind. Aber allein Werbung für unsere Firma kostet ja schon Geld, was wir überhaupt nicht haben. Deswegen telefoniert sich mein Mann in den letzten Wochen die Stimme aus dem Hals, bis er wieder einen Auftrag bekommt. Ihr müsst wissen, dass er sehr ehrgeizig ist und deswegen auch kaum zu bremsen ist. Das hat Vor- und Nachteile, gerade was unsere Beziehung angeht. Aber in dieser schwierigen Situation haben wir auch gelernt, dass wir zusammen halten und zusammen arbeiten müssen, weil wir es alleine einfach nicht hinbekommen. Wenn denn bloß endlich mal diese entscheidende Verhandlung vorm Gericht wäre, damit das alles endlich geklärt ist und wir Ruhe haben.
1.9.11 13:27


Gute Idee

Hach, mein Job ist derzeit so anstrengend. Da ja gerade Schulferien sind, muss ich zwar nicht in die Schule und dort putzen gehen, sondern muss in sämtlichen, kleineren Unternehmen saubermachen. Das heißt, dass ich öfters herumfahren muss, weil man für eine Schule ja länger braucht, als für einen kleinen Klamottenladen. Lieber würde ich auch Daheim und nicht irgendwo anders putzen, denn das ist ja das, was ich bisher immer gemacht habe, als es unserer Firma noch gut ging.

Putzen Aber da sich unser Wohnraum mittlerweile auf eine 50 Quadratmeter-Neubauwohnung beschränkt, benötigt es sowieso nicht mehr meiner täglichen Pflege. Unsere Schulden stehen im Moment sehr hoch, so dass wir auch dieses Jahr nicht in den Urlaub fahren können. Und auch die Beziehung zu meinem Mann droht immer mehr sich auseinander zu leben, auch wenn wir auf engen Raum miteinander leben. Wir hoffen ja, dass wir die Häuser bekommen, auch wenn wir rein rechtlich gesehen nicht die Hausherren sind. In dem Gerichtsverfahren geht es darum, dass wir nachweisen müssen, dass wir viel Geld in die Häuser gesteckt haben und auch auch die ganzen Bauarbeiten geleistet haben, und dass der eigentliche Bauherr uns noch nicht einen Cent bezahlt hat. Durch Kontoausweise ist das alles belegbar, aber ihr wisst ja selber, dass Justitias Mühlen langsam mahlen. Gerade bei deutschen Gerichten kann dieser Spruch schon stärker geschrieben werden, denn mittlerweile zieht sich dieses ganze Verfahren schon 4 Jahre hin und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht, dabei wäre das für uns elementar wichtig, denn durch Verkaufseinnahmen der Häuser könnten wir die Firma wieder aufbauen und unsere Schulden komplett auslösen. Das wäre ideal, wenn's passiert Mal schauen...
16.8.11 09:12


Abgerutscht

Dachziegel

Ich kann mit Recht behaupten, dass ich nie gedacht hätte, dass ich irgendwann mal einen Blog anfangen werde und den dann auch noch veröffentliche, schließlich gingt es mir vor ein paar Jahren richtig gut. Aber dennoch wünsche ich Euch viel Vergnügen mit meinem ersten Blog. So lange ist es gar nicht her, dass mein Mann und ich, mein Name ist Sophia, eine wunderschöne Villa im Grünen hatten. Auf Mallorca hatten wir eine Finca. Mein Mann besaß vor ein paar Jahren noch eine sehr erfolgreiche Baufirma. Das Geschäft lief und die Kunden rannten uns die Hütte ein. Dann jedoch kam ein Großauftrag – nichts ungewöhnliches für unsere Firma – herein. Es sollten 40 Häuser in einem Nobelstadtteil einer großen deutschen Stadt errichtet werden. Wir nahmen natürlich den Auftrag an, weil wir solche Sachen schon öfter gebaut haben. Die Häuser sollten alle aus dem teuersten Baustoff gemacht werden, wie mir mein Mann erzählt hatte. Er erzählte auch etwas von Poroton: Das sind irgendwie solche Dachziegeln. Jedenfalls war die ganze Anfertigung sehr teuer. Die Häuser sind fertig und wir warten noch heute auf die Überweisung des ehemaligen Bauherren. Er trieb uns in den Ruin. Danach haben wir für alle Häuser so viel Geld ausgegeben, haben aber nie etwas wiederbekommen. Ich konnte es auch damals noch nicht glauben, dass wir jetzt unseren Lebensstandard aufgeben sollen, weil wir ja alles hatten. Die Gerichtsverhandlungen dauern noch an, aber allein für die Gerichtskosten haben wir schon eine Menge Geld gezahlt, so dass wir nicht mehr wissen, woher wir das ganze Geld nehmen sollen. Die Häuser stehen fertig da, niemand ist bisher eingezogen und rechtlich sind wir nicht Bauherren.

 

4.8.11 12:34





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